24.10.2014

WS "Multifunktionelle Oberflächen"

Neue Trends in der Ausrüstung


Von:TITV Greiz

Qualitätsbeurteilung des Digitaldrucks Die ständig steigenden Anforderungen an neue Funktionstextilien erfordern hochfunktionelle und permanente Oberflächenausrüstungen. Deshalb stehen innovative Technologien, auf deren Basis multifunktionelle Oberflächen erzeugt werden können, immer stärker im Fokus aktueller Entwicklungen.
Um verschiedene Funktionalitäten wie permanente antimikrobielle Eigenschaften in Kombination mit flammhemmender Wirkung, haftfeste Metallisierungen in Verbindung mit Korrosionsschutz oder Leuchteffekte gemeinsam mit sensorischen Eigenschaften auf Textilien zu erzielen, wurden neue Verfahren wie Flash Lamp Annealing, hochenergetische Vakuum-UV-Bestrahlung und Dünnschichttechnologien im Workshop "Multifunktionelle Oberflächen" am 23. Oktober in Greiz vorgestellt.
Das Interesse der Industrie an diesem Thema widerspiegelte der branchenübergreifende Teilnehmerkreis. Es waren neben der Textilindustrie wie E. Schöpf, Sefar oder Sympatex auch Unternehmen wie BMW, Daimler, Webasto oder Jakob Müller vertreten.

Um die Übertragung von Bakterien zwischen einzelnen Reinraumklassen zu vermeiden, sind mehrere sehr ineffiziente und mühsame Umkleideprozeduren erforderlich. Als Innovation für eine sterile Umgebung stellte Katja Tertnick, Ortner Reinraumtechnik GmbH, ein photodynamisches Desinfektionsverfahren vor, mit dem man erstmals in der Lage ist, Reinraumtextilien so auszurüsten, dass Personen im bekleideten Zustand desinfiziert werden können.

Die Vorteile der physikalischen und chemischen Gasphasenabscheidung erläuterte Dr. Yvonne Zimmermann, TITV Greiz. Um spezielle materialunabhängige Oberflächeneigenschaften zu erzeugen, wurde bspw. das in der keramischen und optischen Industrie bekannte CVD-Verfahren (Chemical Vapor Deposition) für Anwendungen in der Textilindustrie untersucht. Hier ist es gelungen, permanent antimikrobiell wirkende Schichten auf Garnen abzuscheiden.

Über Textilien, die in jeder Farbgebung die Wärmestrahlen der Sonne verstärkt absorbieren, berichtete Vikas Aggarwal, CHT R. Beitlich GmbH. So kann sich ein weißes mit „Solar+“ ausgerüstetes Textil stärker erwärmen, als ein konventionelles schwarzes Textil. Bereits dünne Textilien können so den Träger angenehm warm halten und neben einem erhöhten Komfort zu einer gesteigerten Leistungsfähigkeit führen.

Die Bestrahlung mit Vakuum-UV wird genutzt, um die Bedruck-, Verkleb- und Metallisierbarkeit eines Substrates zu verbessern, so Carsten Riedel, IOT-Innovative Oberflächentechnologien GmbH. Durch eine sehr geringe Eindringtiefe eignet sich das Verfahren vor allem für empfindliche und dünne Materialien. Da es sich zudem um ein trockenes Verfahren handelt, ist durch das Wegfallen energieaufwändiger Trocknungsschritte eine sofortige Weiterverarbeitung möglich.
 
 
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