03.03.2014

TITV-Konferenz "SMART TEXTILES" und 2. Anwenderforum "SMART TEXTILES" erfolgreich beendet




"Es war eine rundherum gelungene Veranstaltung." So lautete das Fazit von Dr. Uwe Möhring und vieler Teilnehmer zum Abschluss der gut besuchten  Veranstaltung. 180 nationale und internationale Referenten und Teilnehmer zeigten, dass das Thema Smart Textiles ungebrochen starkes Interesse findet. In diesem Jahr wurde die traditionelle TITV-Konferenz "SMART TEXTILES" gemeinsam mit dem 2. Anwenderforum "SMART TEXTILES" veranstaltet, um einerseits die Potenziale der Forschung und Entwicklung mit den Erfahrungen und Anforderungen der Hersteller zu verknüpfen und anderseits gemeinsam mit Partnerinstituten konzentriert gute Veranstaltungen anbieten zu können. Dazu hatten als Veranstalter des Anwenderforums neben dem TITV Greiz, das Forschungskuratorium Textil e. V. (FKT Textil), Berlin, und das Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf (ITV) eingeladen.

Johannes Barckmann, EDAG GmbH & Co. KGaA, Fulda, machte deutlich, wie der Transfer von branchenfremden Technologien zu neuen revolutionären Ansätzen in der automobilen Welt führt. Das EDAG "light car" nutzt die aus Smartphones bekannte OLED- und Touchscreen-Technologie, um auf der erweiterten Verglasung des Fahrzeuges eine freie Konfigurierbarkeit von Leuchten und Kommunikation mittels Symbolen, Filmen und Spielen interaktiv zu ermöglichen.

"Was wiegt eine Schneeflocke?" Diese Frage gab Andreas Meybohm, Schneelogistik GmbH, Plauen, an die Teilnehmer weiter. Der Einsatz smarter Textilien bei der Überwachung von Schneelasten auf Flachdächern von großen Industriehallen ist sein Aufgabengebiet. Die Schadensfälle an Gebäuden, die durch extreme Schneelasten verursacht werden, haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Die Entsorgung des Dachschnees durch Beräumungsteams nach dem Überschreiten statisch zulässiger Schneelasten ist aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen nicht mehr zulässig. Für diese Situation wurden innovative textile Sensoren auf Basis von Faserbragggitter bei der Überwachung von Schneelasten auf Flachdächern vom Team um Andreas Meybohm erfolgreich getestet.

Neben solchen interessanten Anwendungsfeldern hängt der wirt­schaft­liche Erfolg von Smart Textiles maßgeblich von deren effizienter Her­stellung ab. Interessante Möglichkeiten der Fertigung von Textilien mit integrierten elektronischen Komponenten stellte Kay Ullrich, TITV Greiz, vor. Eine unkomplizierte und damit chancenreiche Herstellungsmöglichkeit ist die im TITV-Greiz entwickelte FSD-Technologie (Functional Sequin Devices). Sie basiert auf der aus der Stickerei bekannten Pailletten­technik. Das Paillettensystem wurde so modifiziert, dass es als Träger für LEDs verwendbar ist. Die FSD-Technologie bietet damit die Möglichkeit, in einem automatischen Prozess elektronische Bauteile mithilfe einer klassischen Stickmaschine auf textile Substrate aufzubringen.

Dr. Jan Zimmermann, Forster Rohner AG Textile Innovations, St. Gallen, begeisterte mit  der sticktechnischen Lösung für exklusives Stickereidesign. Die e-broidery® Technologie erlaubt die nahtlose Einbettung von LEDs in das Design. Die so erzeugten Stoffe vereinen hochwertiges Textildesign mit modernster LED-Technologie und öffnen so eine neue Dimension der Gestaltung textiler Flächen.

Der zweitätige interdisziplinäre Erfahrungsaustausch über aktuelle Trends, Technologien und neue Anwendungen für textile Sensoren, Leucht- und Bautextilien sowie Bekleidung wurde von den Teilnehmern als sehr positiv bewertet. Die begleitende Ausstellung zeigte die Komplexität des Arbeitsgebietes Smart Textiles.
 
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