26.07.2017

Warum die Zukunft textiler wird

FKT-Forschungsbericht mit 223 Abstracts erschienen


Von:H.-W. Oertel (InnoMedia, Berlin)

Technische Textilien in Form von Hightech-Garnen, Smart Textiles oder Verstärkung für textilbewehrten Beton sind zu einem Impulsgeber für neue (Verbund)Werkstoffe und damit für innovative Produktentwicklungen in zahllosen Branchen geworden. Dabei spielen die 15 forschenden Textilinstitute unter dem Dach des Forschungskuratoriums Textil (FKT) eine gewichtige Rolle, wie aus dem soeben erschienenen Textilforschungsbericht 2016 erneut hervorgeht.

Titelblatt: Textilforschungsbericht 2016 (Quelle: FKT)Der 63. Jahresbericht stellt 223 abgeschlossene Forschungsprojekte vor; eine – wie FKT-Geschäftsführer Dr. Klaus Jansen sagt – "Fundgrube" für Mittelständler, wenn es darum geht, technotextile Trends künftig noch mehr in die eigene Produkt- und Verfahrensentwicklung einzubeziehen. Der 112-Seiten-Bericht mit ausführlichen redaktionellen Informationen u. a. über das Vorlaufforschungsprogramm Industrielle Gemeinschaftsforschung, zu schlagzeilenträchtigen Entwicklungen aus den Textilforschungseinrichtungen und einer Rückschau auf die Verleihung des Deutschen Zukunftspreises des Bundespräsidenten für Technik und Innovation an die Schöpfer des Carbonbetons, steht auch als Download inklusive eigener Stichwortsuche zur Verfügung:
www.textilforschung.de/uploads/Forschungsbericht-2016.pdf.   

Im Bericht wird an konkreten Forschungsergebnissen aufgezeigt, warum die Zukunft in solchen Branchen wie Architektur/Bau, Medizin/Gesundheit, Mobilität oder Produktion stetig textiler wird. So ging es in einem Projekt des ITA Aachen um stärkebasierte Textilien aus Biopolymeren zum Einsatz in Geo-, Vlies- oder Medizintextilien. Das ITM Dresden hat ein Verfahren zur Anwendung von Sensornetzwerken für das kontinuierliche Wundmonitoring aus chronischen Wunden heraus entwickelt; aus dem STFI in Dresden kommt mit TexBridge eine Technologie zur Herstellung von textilbasierten Fertigkeilen für leichte Brückenkonstruktionen.

Aufschlussreich sind auch die in der Broschüre vorgestellten Ergebnisse der jährlichen Institutsbefragungen durch das FKT. Demnach betrug der Gesamtumsatz der Forschungseinrichtungen 2016 rund 80 Mio. Euro, zwei Drittel davon aus öffentlicher Projektförderung. Insgesamt gelang es den 940 Instituts-Mitarbeitern, für über 15 Mio. Euro Industrieprojekte einzuwerben. Die Institute, so heißt es weiter, betreuen aktuell 137 Patente, begleiten 82 Doktoranden zur Promotion und sorgten in 78 Fällen für die Ausbildung junger Leute mit gewerblichem Abschluss.

Sämtliche Forschungsergebnisse seit Mitte der 90er-Jahre (3.200 Projekte, 4.500 Abstracts) stehen übrigens allen Unternehmen der textilen Fach- und Landesverbände in der neuen FKT-Datenbank unter www.textilforschung.de (Mitgliederbereich) zur Recherche zur Verfügung. Das Passwort dafür kann beim FKT angefordert werden.
 
 
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